Hahnentritt

Hahnentritt beim Pferd – Ursachen, Zusammenhänge und Linderungsmöglichkeiten

Der Hahnentritt (medizinisch als Stringhaltigkeit bekannt) ist eine Bewegungsstörung, bei der ein oder beide Hinterbeine plötzlich ruckartig und übermäßig angehoben werden. Dies geschieht häufig beim Antraben, Rückwärtsrichten oder Wenden. Die Ausprägung kann von leicht auffällig bis stark einschränkend variieren.

Ursachen

Die genauen Ursachen sind oft nicht eindeutig zu bestimmen. Man unterscheidet zwischen:

  • Idiopathischem Hahnentritt: tritt ohne klar erkennbaren Grund auf und hat häufig einen schleichenden Beginn.

  • Sekundärem Hahnentritt: ausgelöst durch Nervenreizungen, Verletzungen, Traumata, Entzündungen oder Stoffwechselprobleme.
    In einigen Fällen wird auch ein Zusammenhang mit toxischen Pflanzen, längerer Stallhaltung oder einseitiger Belastung diskutiert.

Zusammenhänge im Körper

Der Hahnentritt betrifft nicht nur das betroffene Bein, sondern spiegelt ein komplexes Zusammenspiel von Nervensystem, Muskulatur, Faszien und Gelenken wider. Besonders relevant sind:

  • Reizungen der peripheren Nerven (insbesondere im Bereich der Hinterhand)

  • muskuläre Dysbalancen und Spannungsmuster

  • Einschränkungen im Becken, in der Lendenwirbelsäule oder in den Hüftgelenken.
    Oft kompensiert der Körper über längere Zeit, was die Symptome verstärken kann.

Möglichkeiten zur Linderung

Eine vollständige Heilung ist nicht immer möglich, jedoch können die Symptome häufig verbessert werden:

  • Physiotherapie und Osteopathie, um Spannungen zu lösen und die neuronale Aktivierung zu fördern.

  • gezielte, angepasste Bewegungs- und Trainingstherapie.

  • Optimierung von Haltung und Fütterung.

  • regelmãßige Überprüfung von Hufen und Beschlag.
    Entscheidend ist ein individueller, ganzheitlicher Ansatz, der das Pferd als Gesamtsystem betrachtet.

Wie bei allen biomechanisch und neurologisch auffälligen Kranheitsbildernsich gilt grundsätzlich vor einer Osteopathischen Behandlung das Abklären der Probleme durch einen Tierarzt. 

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